Ein ernstes Problem, das schnelles Handeln erfordert

Schaben, im Volksmund auch Kakerlaken genannt, gehören zu den unangenehmsten und hartnäckigsten Schädlingen, die in deutschen Haushalten auftreten können. Sie sind nachtaktiv, vermehren sich rasend schnell und können eine Reihe von Krankheitserregern übertragen. Wer Schaben entdeckt, sollte nicht zögern zu handeln.

Wie man Schaben erkennt

Die häufigste Art in deutschen Innenräumen ist die Deutsche Schabe, trotz ihres Namens ursprünglich aus Asien stammend. Sie ist bräunlich gefärbt, etwa 12 bis 15 Millimeter lang und trägt auf dem Halsschild zwei dunkle Längsstreifen. Erste Hinweise auf einen Befall sind:

Wie Schaben in die Wohnung gelangen

Schaben werden häufig durch Verpackungen, Einkaufstüten oder gebrauchte Haushaltsgeräte eingeschleppt. In Mehrfamilienhäusern wandern sie durch Leitungsschächte, Fugen und Risse zwischen den Wohneinheiten. Restaurantbesuche oder Reisen können ebenfalls zur Einschleppung beitragen.

Schaben sind keine Zeichen schlechter Hygiene allein – auch saubere Haushalte können befallen werden, wenn die Tiere durch externe Quellen eingetragen werden.

Erste Schritte bei einem Befall

Der erste Schritt ist eine gründliche Inspektion der Wohnung. Besonderes Augenmerk gilt Bereichen hinter dem Kühlschrank, unter der Spülmaschine, in Scharnieren von Küchenschränken und entlang von Rohrleitungen. Alle Nahrungsmittel sollten in dicht schließenden Behältern aufbewahrt und Essensreste konsequent beseitigt werden.

Warum professionelle Hilfe fast immer nötig ist

Ein Schabenbefall ist selten mit Hausmitteln vollständig in den Griff zu bekommen. Da sich die Tiere in schwer zugänglichen Hohlräumen aufhalten und ihre Eikapseln resistent gegen viele Mittel sind, ist eine professionelle Schädlingsbekämpfung in den meisten Fällen unumgänglich. In Mehrfamilienhäusern ist zudem die Koordination mit der Hausverwaltung wichtig, da eine isolierte Behandlung einzelner Wohnungen selten dauerhaft wirksam ist.